Ich kann schreiben was ich will, nur die wirklichen Namen soll ich vermeiden, weils Schwierigkeiten machen kann.
Dieser Wunsch des Chefs ist natürlich zu erfüllen, erschwert mir meinen Ausflug ins Schreiben aber ein bisschen.
Als Chauffeur ist meine Aufgabe, die Kundschaft sicher vom Flughafen Wien-Schwechat in die Klinik zu fahren. Nicht selten wartet da ein Privatjet und die verwöhnte Kundschaft will umsorgt, gehegt und gepflegt werden.
Sonderwünsche sind da keine Seltenheit!
Es sind natürlich zumeist keine Hollywoodstars (da ist es umgekehrt, die lassen das femmestyle-team einfliegen), sondern Prominents aus Deutschland, Österreich aber auch aus der Schweiz.
Auch reiche Leute aus Moskau und den arabischen Emiraten.
Ich würds mal so sagen, die wirklich Prominenten sind die Angenehmsten. Menschliche Umgangsformen, keine Sonderwünsche und zurückhaltend. Einfach echt angenehm.
Schon schwieriger sind da diese, ich glaube man nennt sie B-Promis oder A-Promis am absteigenden Ast, oder was weis ich, wie man die nennen soll. Als Fuhrpark besitzen wir eine Anzahl von Limousinen der Marken Mercedes und BMW. Schwierig wird es somit, wenn man sich standesgemäß nur im Jaguar befördern lassen will.
Nun gut, dass ich die Dame nicht als prominent erkannt habe, will ja nichts heißen, aber am späten Abend eine Jaguarlimousine auftreiben zu müssen, macht mich nicht unbedingt zu ihrem größten Fan.
Kurz, ein Abend, an dem man seine Sünden wieder einmal abbüßt.
Meinem Charme, einer großen Packung Wiener Mozartkugeln (die geplante Fettabsaugung soll sich schließlich auszahlen) und die Aussicht auf amüsante Erzählungen aus meinem Fahreralltag verdanke ich, dass die „Mistkarre“ doch für die kurze Fahrt in die Klinik genügte.
Wer kann das denn gewesen sein?
Eine blonde Dame, mittleren Alters, die ich jetzt öfter im Fernsehen bemerke, als mir lieb ist. Dabei dürfte es sich um eine Comedyserie handeln
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